Par Simone Schwarz le mardi 8 décembre 2015
Catégorie: Verein

Mädchenrechte und Migration - Fachveranstaltung in Dresden

Am Mittwoch, dem 9. Dezember 2015 thematisiert eine Fachveranstaltung in Dresden frauenspezifische Fluchtgründe mit dem Schwerpunkt Genitalverstümmlung von Mädchen. Unter dem Titel "Mädchenrechte und Migration - Genitalverstümmlung (k)ein Thema in Dresden?!" laden die Gleichstellungsbeauftragte für Frau und Mann der Landeshauptstadt Dresden, SAIDA International e.V., die Fach- und Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen Trägerkooperation Verbund Sozialpädagogischer Projekte e. V. und Frauen für Frauen e. V. , das Frauen- und Mädchengesundheitszentrum MEDEA e. V. und die Aktionsgemeinschaft für Kinder- und Frauenrechte e.V. ein.

Flyer zur Veranstaltung zum Download


Genitalverstümmelung in Deutschland

Kinder brauchen den Schutz durch Gesellschaft und Staat - vor allem dann, wenn Gewalt innerhalb der Familie verübt wird. In Deutschland sind bis zu 30.000 Mädchen von einer besonders schweren Form der Gewalt bedroht oder bereits betroffen: der Genitalverstümmelung. Die Praktik dient dazu, das Verhalten von Mädchen zu kontrollieren. Unversehrte Mädchen werden als „unrein" und „nicht heiratsfähig" diffamiert. Auch in der Migration sind die Kinder gefährdet und betroffene Frauen auf Hilfe angewiesen.

Ziel der Fachveranstaltung

Um wirksame Prävention und Hilfe zu leisten, ist unser aller Umsicht gefordert. Wir wollen Unsicherheiten abbauen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für Dresden entwickeln. Durch fachliche Inputs von SAIDA International e.V. sollen Personen in Schlüsselpositionen dabei unterstützt werden, eine mögliche Gefährdung richtig einzuschätzen und zum sicheren Schutz von Mädchen beizutragen. Als neue Anlaufstelle für Multiplikator/-inn/en in Dresden stellt sich die Fach- und Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen vor. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte (Beratung, DaZ-Klassen), Schulsozialarbeiter/-innen, Sozialpäda-gog/-inn/en, Erzieher/-innen, Mediziner/-innen sowie die interessierte Öffentlichkeit. Der Nachmittag bietet Raum für Fragen und Informationsaustausch unter den Teilnehmende​n.
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