Deutschland

Prävention von Genitalverstümmelung und Bildungsarbeit

Programm "Weltoffen, solidarisch, dialogisch"

Seit April 2016 werden – gefördert von Engagement Global im Auftrag des BMZ – SAIDA und fünfzehn weitere Vereine in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern dabei unterstützt, neben der Wahrung der Schutzbedürftigkeit und der Solidarität mit Geflüchteten, verschiedenen Zielgruppen im Osten Deutschlands die Teilhabe an einer nachhaltigen, toleranten und nicht-rassistischen Gesellschaft zu ermöglichen.  

SAIDA entwickelt im Rahmen dieser geförderten Projektstelle bis Ende 2018 für Sachsen und Thüringen entwicklungs- und bildungspolitische Angebote, um Geflüchtete und kommunale Akteure/-innen zu unterstützen, zivilgesellschaftliche Strukturen auszubauen und inhaltlich weiterzuentwickeln. Die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie Einzelakteuren werden gefördert und gestärkt. 

Alle konkreten Leistungen von SAIDA und den 16 anderen am Programm „Weltoffen, solidarisch, dialogisch“ beteiligten Vereinen sind auf der Website der Stiftung Nord-Süd-BrückenWebsite der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie den Vereinswebsites aufgeführt. Alle Vereine sind selbstverständlich offen für Fragen, Anregungen und Kooperationsvorschläge. 

Was das Programm „Weltoffen, solidarisch, dialogisch“ der Stiftung Nord-Süd-Brücken bewirken will
Im September 2015 wurden von der UN-Vollversammlung siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDG) beziehungsweise die Agenda 2030 verabschiedet. Die Vollversammlung hat damit klar gemacht, dass sich alle Gesellschaften dieser Erde verändern müssen, um die Zukunft des Planeten und der Menschheit zu sichern. Das heißt: Auch Deutschland muss alle Formen der Armut beenden. Auch Deutschland muss erst noch den inklusiven und gerechten Zugang zu Bildung und ein lebenslanges Lernen für alle ermöglichen. Auch Deutschland muss die Ungleichheit in der Gesellschaft verringern. Auch hier müssen nachhaltige und faire Konsum- und Produktionsweisen sichergestellt werden. 

Das Nachhaltigkeitsziel Nr. 16 (Förderung friedlicher und inklusiver Gesellschaften) leitet über zu einer zweiten Herausforderung: 2015 sind viele Menschen – auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung oder nach Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen – nach Deutschland gekommen. Die Gesellschaft reagierte auf die Geflüchteten mit Offenheit und einer beeindruckenden Willkommenskultur, aber auch mit Ablehnung, Hass und Rassismus, gerade in Ostdeutschland. In der Agenda 2030 werden die Schutzbedürftigkeit und die Solidarität mit Flüchtlingen und Migrant*innen erwähnt. Zudem werden die Potenziale dieser Menschen für die Aufnahmegesellschaft hervorgehoben.

Die Stiftung Nord-Süd-Brücken möchte dieser Herausforderung mit dem Programm „weltoffen, solidarisch und dialogisch“ (WSD) begegnen. Insgesamt 16 Personalstellen in den neuen Bundesländern werden über das Programm gefördert und sollen mit ihrer Arbeit eine nicht-rassistische, tolerante und offene Gesellschaft verteidigen. Bei der Gestaltung des Zusammenlebens mit und der Einbindung von Geflüchteten in unsere Gesellschaft sollen entwicklungspolitische Erfahrungen und Kompetenzen identifiziert und genutzt werden.

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Über SAIDA International e.V.

Wir setzen uns für die Umsetzung von Frauen- und Kinderrechten in Entwicklungsländern ein. Schwerpunkte unserer konkreten Projektarbeit sind Mädchenbildung, Schutz vor Genitalverstümmelung und Kinderehe, Stärkung von Frauen sowie die Verbesserung der reproduktiven Gesundheit. 

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