Burkina Faso

Unsere Projekte für Menschenrechte, Bildung und Gesundheit in Burkina Faso

Ende 2018 wurde der Neubau fertig. Ende 2018 wurde der Neubau fertig.

Geburtshilfestation für Gomboro

Die Sterblichkeitsrate bei Müttern und ihren Babys ist in unserem Einsatzgebiet, dem medizinischen Distrikt Tougan, extrem hoch. Dr. Roland Sanou ist als Leiter dieses Distrikts für über 273.000 Menschen zuständig und berichtet, dass die Lage insbesondere in den vielen entlegenen Dörfern desaströs ist. Ärztliche Mangelsituation, zu frühe und häufige Schwangerschaften, fehlende Geburtshilfe und die Folgen der Genitalverstümmelung sind hier die größten Risiken für Schwangere.

Die Frauen und Mädchen entbinden zuhause ohne Hebamme. Daraus resultieren vielfältige Komplikationen bei Müttern und Kindern, häufig mit Todesfolge. Da drei Viertel aller Frauen Opfer von Genitalverstümmelung sind, ist eine natürliche Entbindung aufgrund von Narbengewebe oft nicht möglich. Aber auch wenn eine Schwangere eine lokale Gesundheitsstation erreicht, gibt es dort keinen Arzt, der im Notfall einen Kaiserschnitt durchführen könnte. Von unserer Projektgemeinde Gomboro aus muss man für ärztliche Versorgung in die Klinik der Provinzhauptstadt Tougan fahren - auf 75 km größtenteils Sandpiste, die in der Regenzeit kaum passierbar ist.

Wir bauen eine Geburtshilfestation für Gomboro

Um diese Lage zu verbessern, bauen wir in der Gemeinde Gomboro von April 2017 bis Ende 2018 eine Geburtshilfestation (Maternité) gebaut. In der neuen Maternité werden jetzt pro Monat 50 bis 60 Entbindungen durchgeführt und jeden Tag Dutzende schwangere Frauen und Mütter zu Konsultationen empfangen. Ziel ist 8.000 Frauen aus Gomboro sowie 50.000 weiteren Frauen, Mädchen und Kindern aus dem Einzugsgebiet Zugang zu medizinischer Vor- und Nachsorge zu öffnen. Die Neugeborenen können fachkundig versorgt und durch Impfungen vor den häufigsten Erkrankungen geschützt werden.

Geburtshilfe und Vorsorge sicherstellen

Neben der professionellen Geburtshilfe, können die werdenden Mütter auch Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und werden nach der Entbindung versorgt und zu unterstützt. Gemeinsam mit dem Gesundheitspersonal und der örtlichen Frauenorganisation ASMED führen wir Beratungen zu Mutter-Kind-Gesundheit durch und informieren über den weiblichen Zyklus, Verhütungsmethoden, sexuell übertragbare Erkrankungen sowie die Prävention von Genitalverstümmelung und Behandlung ihrer Folgen. Auf diese Weise wird die sexuelle und reproduktive Gesundheit von Frauen und Mädchen grundlegend verbessert.

Unterstützen Sie Mütter und Babys

Dank der Zuschüsse von Sächsischer Jugendstiftung und Bundesentwicklungsministerium sind 75 Prozent der Kosten für den Bau der Maternité gedeckt. Mit Hilfe von Spenden konnten wir die neue Einrichtung auch mit Betten, Schränken und medizinischem Zubehör ausstatten. Aktuell sammeln wir Spenden für ein Ultraschallgerät. Wenn Sie uns dabei unterstützen möchten, spenden Sie bitte.

Über SAIDA International e.V.

Wir setzen uns für die Umsetzung von Frauen- und Kinderrechten in Entwicklungsländern ein. Schwerpunkte unserer konkreten Projektarbeit sind Mädchenbildung, Schutz vor Genitalverstümmelung und Kinderehe, Stärkung von Frauen sowie die Verbesserung der reproduktiven Gesundheit. 

Kontakt

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