UroAid

Informationen über das Projekt UroAid - urogenitale Chirurgie und reproduktive Gesundheit

Simone Schwarz

Simone Schwarz

2018 konnten wir in Burkina Faso das Projekt „Bildungszentrum für die Frauen von Gomboro“ verwirklichen. Damit haben wir mit dem lokalen Partnerverein ASMED einen Meilenstein gesetzt für die kontinuierliche Verbesserung der Bildungs- und Teilhabechancen von Frauen und Mädchen im ländlichen Raum.

Das Klinikum St. Georg und SAIDA International e.V. haben im April 2019 das „SAIDA Kompetenzzentrum“ gegründet. Ziel des neuen Kompetenzzentrums ist es, von Genitalverstümmelung betroffene Mädchen und Frauen umfassend medizinisch und sozial zu versorgen, zu behandeln und zu beraten.

Bis zu 81.000 Mädchen und Frauen sind in Deutschland von Genitalverstümmelung bedroht oder bereits betroffen.

Wir wollen diesen Mädchen und Frauen helfen und deren Kinder vor der Fortführung der Gewalt schützen. Deshalb gibt es seit September 2018 die "SAIDA Beratungsstelle für Frauen und Mädchen bei Genitalverstümmelung", die erste und einzige Fachberatungsstelle in Mitteldeutschland.

Was wir erreichen wollen

  • Bessere Versorgung Betroffener
  • Schutz gefährdeter Minderjähriger
  • Hilfe bei der Gefährdungseinschätzung in Kooperation mit den Netzwerken des Kinderschutzes
  • Herausgabe konkreter Handlungsempfehlungen
  • Sensibilisierung von Fachkräften
  • Vernetzung relevanter Berufsgruppen
  • Aufklärung von Geflüchteten und Migrant/-innen

Die Sterblichkeitsrate bei Müttern und ihren Babys ist in unserem Einsatzgebiet, dem medizinischen Distrikt Tougan, extrem hoch. Dr. Roland Sanou ist als Leiter dieses Distrikts für über 273.000 Menschen zuständig und berichtet, dass die Lage insbesondere in den vielen entlegenen Dörfern desaströs ist. Ärztliche Mangelsituation, zu frühe und häufige Schwangerschaften, fehlende Geburtshilfe und die Folgen der Genitalverstümmelung sind hier die größten Risiken für Schwangere.

RAFIAS REISE erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens - noch ein Kind -, das von seiner großen Schwester allein auf die gefährliche Reise nach Europa geschickt wird, um der drohenden Genitalverstümmelung und Zwangsverheiratung zu entfliehen. 

Im Januar 2014 hat die Jugendjury von genialsozial unser Projekt auf den ersten Platz gewählt. Ende April 2015 wurde schließlich der Fördervertrag mit der Sächsischen Jugendstiftung über 68.800 Euro für den Bau eines Schulgebäudes und einer Geburtshilfestation unterzeichnet. Die erste Rate haben wir im Mai 2015 in Empfang genommen und die Baumaßnahmen für die neue Grundschule in Gomboro konnten starten.

Die Ausstellung "WENDEMIS WÜRDE - Die Rolle von Mädchenschutz bei der Armutsbekämpfung" informiert über die Menschenrechte von Frauen und Kindern und zeigt am Beispiel der Projektarbeit von SAIDA in Burkina Faso, wie lokale Initiativen Mädchen vor Genitalverstümmelung schützen und durch Bildung, Gesundheitsvorsorge und Einkommen für Frauen die Entwicklung ihrer gesamten Gemeinde voranbringen. 

UroAid ist ein Hilfsprojekt zur urologischen Versorgung der Menschen im Norden Kameruns und der angrenzenden Länder in der Sahelzone. Seit 2005 arbeiten der kamerunische Arzt Dr. Franklin Danki Sillong und der deutsche Arzt Dr. Thilo Schwalenberg zusammen im Missionskrankenhaus Hôpital Protestant in Ngaoundéré und haben dort die erste urologische Abteilung im Norden Kameruns aufgebaut. Ziel war zunächst, urogenitale Chirurgie in einer Region zu etablieren, in der bisher keinerlei Möglichkeiten einer qualifizierten chirurgischen Behandlung von vaginalen Fistelerkrankungen bei Frauen und urologischen Erkrankungen bei Männern existierten.

Körperliche und seelische Narben nach Genitalverstümmelung begleiten viele Frauen lebenslang. Auch nach Geburtsverletzungen erleiden gerade junge Mädchen schwere Schädigungen an Vagina, Harnblase, Harnröhre und Darm. Es verbleiben oftmals Fistelungen, über die sich permanent Urin und Stuhl entleert, was die Betroffenen sozial ausgrenzt. Männer sind nach urogenitalen Infektionen insbesondere durch Harnröhrenerkrankungen ebenfalls stark beeinträchtigt. 

Trotz der gesetzlichen Schulpflicht in Burkina Faso werden viele Kinder nicht eingeschult, weil die Familien nicht genug Geld für die Ausbildung aller Kinder haben und dann zumeist die Mädchen benachteiligt werden.

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Über SAIDA International e.V.

Wir setzen uns für die Umsetzung von Frauen- und Kinderrechten in Entwicklungsländern ein. Schwerpunkte unserer konkreten Projektarbeit sind Mädchenbildung, Schutz vor Genitalverstümmelung und Kinderehe, Stärkung von Frauen sowie die Verbesserung der reproduktiven Gesundheit. 

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