Deutschland

Prävention von Genitalverstümmelung und Bildungsarbeit

In Burkina Faso setzen sich seit vielen Jahren couragierte Menschen dafür ein, dass Mädchen unversehrt aufwachsen können. Ihnen ist zu verdanken, dass die Genitalverstümmelung bereits seit 1996 unter Strafe steht. SAIDA versucht deshalb, diese Initiativen ausfindig zu machen und sie zu unterstützen. Seit 2011 arbeiten wir mit der Gemeinde Gomboro im Norden des Landes daran, Mädchen wirksam zu schützen. 

Die Sterblichkeitsrate bei Müttern und ihren Babys ist in unserem Einsatzgebiet, dem medizinischen Distrikt Tougan, extrem hoch. Dr. Roland Sanou ist als Leiter dieses Distrikts für über 273.000 Menschen zuständig und berichtet, dass die Lage insbesondere in den vielen entlegenen Dörfern desaströs ist. Ärztliche Mangelsituation, zu frühe und häufige Schwangerschaften, fehlende Geburtshilfe und die Folgen der Genitalverstümmelung sind hier die größten Risiken für Schwangere.

Die Ausstellung "WENDEMIS WÜRDE - Die Rolle von Mädchenschutz bei der Armutsbekämpfung" informiert über die Menschenrechte von Frauen und Kindern und zeigt am Beispiel der Projektarbeit von SAIDA in Burkina Faso, wie lokale Initiativen Mädchen vor Genitalverstümmelung schützen und durch Bildung, Gesundheitsvorsorge und Einkommen für Frauen die Entwicklung ihrer gesamten Gemeinde voranbringen. 

Bis zu 81.000 Mädchen und Frauen sind in Deutschland von Genitalverstümmelung bedroht oder bereits betroffen.

Wir wollen diesen Mädchen und Frauen helfen und deren Kinder vor der Fortführung der Gewalt schützen. Deshalb gibt es seit September 2018 die "SAIDA Beratungsstelle für Frauen und Mädchen bei Genitalverstümmelung", die erste und einzige Fachberatungsstelle in Mitteldeutschland.

Was wir erreichen wollen

  • Bessere Versorgung Betroffener
  • Schutz gefährdeter Minderjähriger
  • Hilfe bei der Gefährdungseinschätzung in Kooperation mit den Netzwerken des Kinderschutzes
  • Herausgabe konkreter Handlungsempfehlungen
  • Sensibilisierung von Fachkräften
  • Vernetzung relevanter Berufsgruppen
  • Aufklärung von Geflüchteten und Migrant/-innen

Das Klinikum St. Georg und SAIDA International e.V. haben im April 2019 das „SAIDA Kompetenzzentrum“ gegründet. Ziel des neuen Kompetenzzentrums ist es, von Genitalverstümmelung betroffene Mädchen und Frauen umfassend medizinisch und sozial zu versorgen, zu behandeln und zu beraten.

Über SAIDA International e.V.

Wir setzen uns für die Umsetzung von Frauen- und Kinderrechten in Entwicklungsländern ein. Schwerpunkte unserer konkreten Projektarbeit sind Mädchenbildung, Schutz vor Genitalverstümmelung und Kinderehe, Stärkung von Frauen sowie die Verbesserung der reproduktiven Gesundheit. 

Kontakt

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