Mädchenschutzprogramm in Burkina Faso

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Seit 2011 arbeiten wir mit der Gemeinde Gomboro im Nordwesten des Landes daran, Mädchen wirksam vor Genitalverstümmelung zu schützen. Ein offensives Vorgehen gegen diese tradierte Gewalt ruft häufig starke Gegenreaktionen hervor. Dennoch haben der junge Dorfchef Labawo Yaro und sein Ältestenrat das Ende der Praktik öffentlich erklärt. Damit konnten wir unser Mädchenschutzprogramm gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation ASMED starten.

„Unversehrtes Aufwachsen und Schulbildung schaffen die Grundlage für die gesunde Entwicklung der Mädchen.“

Genitalverstümmelung verhindern

Salimata Guiré, Marie BelemouMarie Belemou und die anderen Frauen von ASMED haben die ersten Eltern davon überzeugt, ihre Töchter in unser Mädchenschutzprogramm einzuschreiben. Die Mädchen nehmen seitdem an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in der örtlichen Gesundheitsstation teil. Alle Kinder bekommen von uns einen Gesundheitspass, in dem die Ergebnisse dokumentiert werden. Auf diese Weise können die Mädchen nachweisbar vor Genitalverstümmelung geschützt werden.

Schulbesuch und Gesundheitsfürsorge sichern

Die Mädchen im SAIDA-Mädchenschutzprogramm besuchen die Schule mindestens bis zum mittleren Abschluss. Dafür entlastet das Programm die Eltern bei den Bildungskosten und der Gesundheitsfürsorge. Wie steht es um die Schulbildung und speziell Mädchenbildung in Burkina Faso? Das erfahren Sie auf unserer Projektseite.

Nachhaltigen Wandel schaffen

Unsere Partnerorganisation ASMED regt öffentlichen Diskurs an und bezieht alle Gruppen ein, die zum Mädchenschutz beitragen können: Gesundheitspersonal, Lehrerschaft, Polizei sowie traditionelle und religiöse Autoritäten.

Ein deutliches Zeichen setzen die Frauen von ASMED jedes Jahr am Weltfrauentag. Sie rufen zum Kampf gegen Genitalverstümmelung und Frühehe auf. Sie werben für die Förderung von Mädchenbildung und Einkommen für Frauen. Und sie fordern Maßnahmen für bessere Müttergesundheit. Die Frauen haben über die Jahre erreicht, dass die Dorfgemeinschaft aktiv Verantwortung für die Unversehrtheit der Mädchen übernimmt.

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Dorfchef Labawo Yaro ist stolz, dass seine kleine Tochter im Mädchenschutzprogramm von SAIDA ist.

 

Leiten Sie gern unseren Flyer an Interessierte weiter: SAIDA_Flyer (PDF)
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Unsere Projektregion in Burkina Faso